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Undercover getestet

Wir haben „Japan – Die Saga einer Nation“ undercover getestet: 75 Minuten, die Japan live nach Deutschland bringen

Ein Erzähler, eine Koto-Spielerin und ein Bühnenbild, das einen vom ersten Moment an nach Japan versetzt, bringen 2.000 Jahre Japan an einem Abend in deine Stadt. Lohnt sich das Ticket? Ein Geschichtslehrer hat sich für uns ganz normal ins Publikum gesetzt.

Markus Brandt, Geschichtslehrer4 Min. Lesezeit
Bühne von „Japan – Die Saga einer Nation“: Erzähler im Sessel unter der Projektion, daneben ein beleuchteter Kirschbaum
Foto: Dreamlight Experiences

Kurz gesagt: Ja, es lohnt sich. Ich unterrichte selbst Geschichte und bin entsprechend kritisch reingegangen. Rausgegangen bin ich mit Gänsehaut und mit Dingen über Japan, die in keinem Schulbuch stehen. In 75 Minuten habe ich kein einziges Mal auf die Uhr geschaut.

Wer nicht weiß, was ihn erwartet, bekommt es hier in einem Satz: ein Live-Erlebnis auf Deutsch, bei dem man durch 2.000 Jahre Japan geführt wird, während die live gespielte Koto einen mitten in jede Szene eintauchen lässt. Kein Vortrag, kein Festival, kein Konzert.

JAPAN – Die Saga einer Nation

  • 75 Minuten
  • ab 12 Jahren
  • ab 26 €
Termin in meiner Stadt finden
  • 🍂 Herbst-Sale in vielen Städten
  • 📍 Nur ein Abend pro Stadt
  • 🎫 Einzelne Termine bereits ausverkauft

So läuft der Abend ab

Der Saal ist bestuhlt wie im Theater, alle schauen nach vorne. Schon beim Reinkommen ist man in einer anderen Welt: Ein leuchtender Kirschbaum, japanische Papierwände und Projektionen über die gesamte Bühne versetzen einen vom ersten Moment an nach Japan. Mittendrin der Erzähler und die Koto-Spielerin.

Es geht chronologisch los, ganz am Anfang. Vorwissen braucht man also keins:

  • Die Gründungsmythen: wie Japan sich selbst seinen Ursprung erzählt
  • Die höfische Zeit: Kaiserhof, Poesie und Intrigen
  • Samurai und kämpfende Provinzen: der Teil, bei dem es im Saal am stillsten war
  • Die Edo-Zeit: zweieinhalb Jahrhunderte Abschottung von der Welt
  • Die Öffnung: wie Japan in kürzester Zeit zum modernen Land wird

Die Koto zieht jede Szene mit. Wird es auf der Leinwand dramatisch, wird die Musik laut. Wird der Erzähler leise, hört man nur noch die Saiten. Nach rund 75 Minuten ohne Pause ist Schluss, früh genug, um danach noch japanisch essen zu gehen.

Koto-Spielerin und Bühne mit Japan-Projektion, aus dem Publikum fotografiert
Aus meiner Reihe fotografiert

Mein Abend: Normales Ticket, normaler Platz

Ich habe mir ein ganz gewöhnliches Ticket gekauft. Kein Pressebereich, keine reservierte Reihe, niemand wusste, dass ich für einen Bericht da bin. Gebucht wird keine feste Platznummer, sondern eine Zone. Innerhalb der Zone ist freie Platzwahl, Einlass ist 45 Minuten vor Beginn. Wer zusammensitzen will, sollte etwas früher da sein.

Beim Reingehen wird es leise. Gedämpftes Licht, gedämpfte Gespräche. Im Publikum saßen Paare, Freundesgruppen und erstaunlich viele, die allein gekommen sind. Niemand muss mitmachen oder sich unterhalten, man schaut einfach nach vorne.

Ein kleiner Kritikpunkt aus Lehrersicht: Japanische Begriffe werden eher deutsch ausgesprochen. Wer Japanisch spricht, hört das. Dem Abend nimmt es nichts.

Große Projektion über der Bühne mit Kerzen, aus dem Publikum fotografiert
Mein Blick auf die Bühne während der Vorstellung

Warum nicht einfach eine Doku auf YouTube oder Netflix?

Die Frage habe ich mir vorher auch gestellt, ich zeige im Unterricht selbst oft Dokus. Die Antwort kam im Saal: Eine Doku läuft nebenbei, während man aufs Handy schaut. Hier sitzt man 75 Minuten mittendrin. Die Koto klingt im Raum anders als aus dem Laptop-Lautsprecher, und am Ende redet man mit der Person neben sich über das, was man gerade gemeinsam erlebt hat.

Für wen sich der Abend lohnt

Wer Japan noch nicht kennt, bekommt hier in 75 Minuten ein Bild, für das man sonst ein Buch lesen müsste. Wer Japan schon kennt, findet viele Gleichgesinnte im Saal: Menschen, die dort gereist sind, Japanisch lernen oder japanischen Kampfsport machen. Für die einen ist der Abend die Einstimmung vor der Reise, für die anderen ein Weg, das Gefühl danach noch einmal aufleben zu lassen.

Paare und Freundesgruppen haben danach genug Gesprächsstoff für den Heimweg. Und wer niemanden zum Mitgehen findet, kann ohne Bedenken allein kommen, oder schickt meinen Bericht einfach an die eine Person, die auch Japan mag.

Gut zu wissen: Empfohlen ist der Abend ab 12 Jahren, Rollstuhlplätze sind vorhanden, und je nach Stadt gibt es auch Nachmittagstermine.

Weniger passend ist der Abend für alle, die eine laute Show oder ein Konzert erwarten. Es ist ein ruhiger, konzentrierter Abend.

Das sagen andere Gäste

Unser Eindruck deckt sich mit den Bewertungen der bisherigen Termine.

Ein Geschenk, das man gemeinsam erlebt

Zwei Tickets für einen Abend in Japan sind für viele das Geburtstagsgeschenk für den Japan-Fan im Umfeld. Oder einfach ein Abend zu zweit, ganz ohne Anlass.

Gut zu wissen: Herbst-Sale

In vielen Städten sind die Tickets gerade reduziert. Pro Stadt gibt es nur einen Abend, und einzelne Termine sind schon ausverkauft. Wer hin will, schaut am besten direkt nach seiner Stadt.

JAPAN – Die Saga einer Nation

  • 75 Minuten
  • ab 12 Jahren
  • ab 26 €
Termin in meiner Stadt finden
  • 🍂 Herbst-Sale in vielen Städten
  • 📍 Nur ein Abend pro Stadt
  • 🎫 Einzelne Termine bereits ausverkauft